Eine Analyse des Vergleichsportals Verivox zeigt: Verbrenner sind im laufenden Betrieb aktuell deutlich teurer als Elektroautos.
das Wichtigste zuerst
- Verivox-Vergleich der Antriebsarten: Eine aktuelle Untersuchung des Vergleichsportals sieht einen deutlichen Kostenvorteil für Elektrofahrzeuge.
- Hohe Spritpreise als Treiber: Weil Benzin und Diesel an den Tankstellen momentan extrem teuer sind, fahren E-Auto-Besitzer mit einer heimischen Wallbox demnach bis zu 3,3-mal günstiger.
- Vorteil auch ohne Wallbox: Auch an öffentlichen Ladestationen und Superchargern fahren E-Auto-Nutzer spürbar günstiger als mit fossilen Kraftstoffen.
- 100-Kilometer-Vergleich: Während das E-Auto auf 100 km nur Strom für 5,44 Euro verbraucht, zahlt man beim Benziner 18,02 Euro und beim Diesel 12,47 Euro.
- September-Momentaufnahme: Die Berechnung basiert auf einem Sieben-Tages-Schnitt historischer Rekordpreise an den Tankstellen und spiegelt somit eine extreme Spitze wider.
- Ungleiche Bedingungen: Die Studie vergleicht günstige private Haushaltstarife für Strom mit den freien Marktpreisen an Tankstellen.
- Anhaltender Preisdruck: Wegen globaler Unsicherheiten auf den Energiemärkten sollten sich Autofahrer vorerst nicht auf sinkende Kraftstoffpreise einstellen.

Symbolbild, KI-generiert
Verivox-Analyse: Deutlicher Kostenvorteil für Elektroautos
Die Spritpreise kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben. An manchen Stationen hat der Preis für Benzin und Diesel bereits die historische 3-Euro-Marke überschritten. Für viele Autofahrer stellt sich deshalb die Frage, ob sie sich ihre individuelle Mobilität noch leisten können.
Dass der Umstieg auf einen Stromer dieser Tage attraktiver wirkt, verdeutlicht eine Untersuchung des Vergleichsportals Verivox. Demnach fahren insbesondere diejenigen E-Auto-Fahrer günstiger als mit fossilen Kraftstoffen, die ihr Fahrzeug zu Hause an einer Wallbox aufladen. Unterm Strich liegen die Energiekosten bei Benzinern somit 3,3-mal und bei Dieselmodellen 2,3-mal so hoch wie beim Laden zu Hause.
Laut der Analyse haben auch Nutzer öffentlicher Ladestationen einen deutlichen Preisvorteil. Das liegt unter anderem daran, dass die Preise für öffentlichen Strom nicht mehr so viel höher sind als die für Haushaltsstrom. Wer seinen Elektro-Pkw beispielsweise an einen Tesla-Supercharger statt an die Wallbox anschließt, unterbietet damit immer noch deutlich die Energiekosten für fossile Treibstoffe.
100-Kilometer-Fahrt: 18,02 Euro für den Benziner, nur 5,44 Euro für den Stromer
Für die Kalkulation und den Vergleich der Energiekosten haben die Macher der Studie die aktuelle Teuerungswelle von Benzin und Diesel im Vergleich zu Strom berücksichtigt. Demzufolge liegen die Kosten für eine 100-Kilometer-Strecke mit einem E-Auto der Mittel- oder Oberklasse bei lediglich 5,44 Euro. Grundlage der Berechnung ist ein durchschnittlicher Strompreis von 32,29 Cent pro Kilowattstunde im September sowie ein Verbrauch von 16,9 kWh pro 100 Kilometern.
Dem steht der Verbrenner gegenüber: Bei 7,9 Litern E10-Verbrauch zu je 2,28 Euro belaufen sich die Kosten auf 18,02 Euro pro 100 Kilometer. Für Elektrofahrzeuge ergibt sich daraus ein Preisvorteil von etwa 70 Prozent. Die Betriebskosten des Benziners liegen somit rund 3,3-mal so hoch wie beim Laden mit Haushaltsstrom.
Auch der Diesel verliert: Mehr als doppelt so hohe Energiekosten
Ein vergleichbarer Diesel kostet für dieselbe Strecke 12,47 Euro, ausgehend von einem Verbrauch von 5,2 Litern und einem Dieselpreis von 2,40 Euro je Liter. Elektroautofahrer sparen hier somit rund 56 Prozent, während Diesel gut 2,3-mal so teuer bleibt.
Allerdings ist bei solchen statistischen Vergleichsanalysen auch zu beachten, dass es sich um eine Momentaufnahme historisch hoher Rekordpreise handelt, die den tatsächlichen langfristigen Durchschnitt verzerrt. Für Benzin und Diesel berücksichtigt Verivox nur ein Sieben-Tages-Mittel im September. Da dieser Zeitraum von extrem hohen Werten geprägt war, können diese auch schnell wieder sinken.
Zapfsäule vs. Hausstrom: Ungleiche Voraussetzungen
Neben diesen methodischen Besonderheiten gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt, den man bei diesem Preisvergleich der Antriebsarten bedenken sollte: Die Rechnung basiert auf Strom aus dem eigenen Hausnetz. Während E-Auto-Fahrer zu Hause von ihren privaten Haushaltstarifen profitieren, sind Fahrer von Verbrennungsmotoren an Tankstellen zwangsläufig den Preisen des freien Marktes ausgesetzt. Nichtsdestotrotz ist Strom aus öffentlichen Ladesäulen immer noch generell günstiger als Benzin oder Diesel.
Fazit
Wer seinen Stromer zu Hause laden kann, kommt aufgrund der extrem hohen Spritpreise im September 2026 wesentlich billiger weg. Sogar beim Laden über das öffentliche Netz zahlt man deutlich weniger als Verbrennerfahrer an der Zapfsäule. Autofahrer sollten sich ohnehin auf dauerhaft höhere Ausgaben einstellen. Aufgrund der anhaltenden globalen Spannungen auf den Energiemärkten ist mit keiner Entwarnung zu rechnen.
Quellen
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