1,4 Millionen Euro erzielt: Blitzer am Kölner Eifeltor erfassen 70.000 Autofahrer

Verkehrsrecht-News vom - 4 min Lesezeit

Fast anderthalb Millionen Euro hat die Stadt Köln mit neu aufgestellten Blitzern auf der A4 am Kölner Eifeltor eingenommen. Kontrolliert wurden sowohl Tempo- als auch Durchfahrtsverstöße auf einer maroden Brücke.

das Wichtigste zuerst
  • Zehntausende Verstöße am Kölner Eifeltor: Nach dem Aufstellen neuer stationärer Blitzer auf der A4 sind 70.000 Autofahrer binnen eines halben Jahres erfasst worden.
  • Marode Brücke: Die Ende 2025 installierten Messgeräte überprüfen auf einer beschädigten Brücke neben der Höchstgeschwindigkeit auch das Durchfahrtsverbot für schwere Fahrzeuge.
  • Missachtete Gewichtslimits: Über 4.000 Fahrzeuge wurden erfasst, weil sie gegen die Durchfahrtsverbote auf der Brücke verstießen.
  • Hoher Verwaltungsaufwand: Eine mehrwöchige Verschärfung der Gewichtsregeln im Juni führte zu knapp 26.000 weiteren Fällen, für die das Ordnungsamt mehr Personal einstellen musste.
  • Millionenbetrag durch Bußgelder: Aus der Kombination von Tempo- und Durchfahrtsverstößen konnte die Stadt Köln in nur sechs Monaten Einnahmen in Höhe von fast 1,44 Millionen Euro erzielen.
1,4 Millionen Euro erzielt: Blitzer am Kölner Eifeltor erfassen 70.000 Autofahrer

© Bartolomiej Pietrzyk / shutterstock.com (Symbolbild)

Knapp 70.000 Verkehrssünder tappen in die Radarfallen am Kölner Eifeltor

Nach langer Fahrt wirken 60 km/h auf der Autobahn schnell wie Schneckentempo. Ursache ist ein Gewöhnungseffekt des Gehirns: Wer über längere Zeit mit hoher Geschwindigkeit fährt, verliert schlicht das Gefühl fürs gedrosselte Tempo. Auf der A4 an der Anschlussstelle Köln-Eifeltor lässt sich dieser Effekt aktuell im großen Stil beobachten. Trotz Tempolimit sind hier in den letzten Monaten fast 70.000 Autofahrer mit zu hoher Geschwindigkeit geblitzt worden, wie die Stadt Köln gegenüber t-online.de mitteilt.

Stationäre Blitzer kontrollieren gleichzeitig Tempo und Gewichtslimits

Die Stadt Köln hatte die Blitzer Ende 2025 neu aufgestellt, um den Verkehr auf einer maroden Autobahnbrücke an der Anschlussstelle zu überwachen. Die Messanlage hat dabei nicht nur die Geschwindigkeit der Kfz im Blick: Einerseits wird die Einhaltung von Tempo 60 überprüft, andererseits wird auch das Durchfahrtsverbot für Lkw kontrolliert. Schwere Fahrzeuge ab 44 Tonnen waren dort zeitweise komplett verboten, während die mittlere und linke Spur ausschließlich für Autos bis 3,5 Tonnen freigegeben sind.

Viele Verkehrsteilnehmer ignorieren spurbezogene Gewichtslimits

Seitdem die Verkehrsüberwachung an der Stelle mithilfe der neuen stationären Blitzer intensiviert worden ist, gingen mehr als 4.000 Fahrzeuge ins Netz, die das Gewichtslimit auf der mittleren und linken Spur missachteten. Laut der Autobahn GmbH kam es im Juni sogar zu noch mehr Verstößen, nachdem die Straßenbaubehörde in Fahrtrichtung Köln und Olpe das Limit auf der rechten Spur noch weiter auf 7,5 Tonnen herabgesetzt hatte.

Bußgeldverfahren explodieren, Ordnungsamt muss aufstocken

Weil viele Verkehrsteilnehmer die Einschränkungen schlicht ignorierten, kontrollierte die Stadt Köln die Einhaltung der Gewichtslimits noch stärker. In der Folge entstand ein immenser Verwaltungsaufwand, für den die Stadt Köln zeitweise sogar das Personal im Ordnungsamt aufstockte. Während der rund sechs Wochen des verschärften Verbots summierten sich die erfassten Verstöße auf nahezu 26.000 Fälle. Inzwischen darf der Schwerlastverkehr bis 44 Tonnen die Strecke wieder befahren, allerdings müssen die Fahrzeuge dafür eine Kontrollschranke passieren.

Bußgeldeinnahmen in Höhe von 1,4 Millionen Euro

Zählt man die Verwarn– und Bußgelder, die sich aus Geschwindigkeits- und Durchfahrtsverstößen auf der A4 ergeben haben, zusammen, so kommt man bereits auf einen Betrag in Millionenhöhe. Laut t-online.de kann das Ordnungsamt aus technischen Gründen zwar nur die Zahlen der letzten sechs Monate einsehen. Doch schon nach diesem halben Jahr zeigt sich das Ausmaß der Bußgeldausbeute deutlich: Die Einnahmen summierten sich in diesem relativ kurzen Zeitraum auf fast 1,44 Millionen Euro.

Fazit

Die A4 am Kölner Eifeltor verlangt Autofahrern derzeit maximale Vorsicht ab. Wer nach langer Autobahnfahrt das gedrosselte Tempo unterschätzt oder die spurbezogenen Gewichtslimits im dichten Verkehr übersieht, gerät rasch in die Radarfalle. Zudem sorgen viele Änderungen in kürzester Zeit dafür, dass selbst Ortskundige leicht den Überblick verlieren. Wer mit Bußgeldvorwürfen konfrontiert wird, sollte dennoch nicht gleich den Kopf in den Sand stecken. Über Geblitzt.de lassen sich die Forderungen mithilfe eines spezialisierten Verkehrsrechtsanwaltes ohne Kostenrisiko prüfen und gegebenenfalls abwehren.

Quellen

Zusammengestellt von der Redaktion Geblitzt.de.

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