Eine aktuelle Auswertung des TÜV-Verbands zeigt, dass 21,5 % der Fahrzeuge im Berichtszeitraum an der Hauptuntersuchung gescheitert sind.
das Wichtigste zuerst
- Durchfallquote:Mehr als jedes fünfte Auto besteht die Hauptuntersuchung nicht beim ersten Termin.
- Häufigster Mangel:Defekte oder falsch eingestellte Scheinwerfer führen die Statistik an.
- Sicherheitsrelevante Defekte:Bremsen, Fahrwerk und Reifen gehören auch zum Kreis der häufigsten Beanstandungen.
- Fahrzeugalter:Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko erheblicher Mängel deutlich.
- Vorbeugung:Regelmäßige Wartung und ein kurzer Fahrzeugcheck vor dem TÜV vermeiden viele Beanstandungen.

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TÜV-Report 2026
Wie zuverlässig sind Autos in Deutschland tatsächlich? Antworten darauf liefert der aktuelle TÜV-Report 2026. Grundlage der Auswertung sind rund 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen (HU), die im Berichtszeitraum vom 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025 an Fahrzeugen unterschiedlichster Altersklassen durchgeführt wurden.
Das Ergebnis: Satte 21,5 Prozent der untersuchten Fahrzeuge fielen wegen erheblichen oder gefährlichen Mängeln durch. Die Analyse zeigt, welche technischen Defekte besonders häufig auftreten und welche Fahrzeugbereiche Prüfer am meisten beanstanden.
Beleuchtung bleibt der häufigste Grund für das Durchfallen
An erster Stelle der Mängelliste steht die Fahrzeugbeleuchtung. So beanstanden die Prüfer besonders häufig defekte oder falsch eingestellte Abblendscheinwerfer. Obwohl die Reparatur oftmals nur wenig Aufwand verursacht, führt dieser Mangel regelmäßig dazu, dass Fahrzeuge keine Plakette erhalten. Auch Brems- und Rückleuchten oder Blinker sorgen immer wieder für Beanstandungen.
Bremsen und Fahrwerk als sicherheitsrelevante Schwachstellen
Neben der Beleuchtung spielen sicherheitsrelevante Bauteile eine entscheidende Rolle. Verschlissene Bremsscheiben, abgefahrene Bremsbeläge oder beschädigte Bremsschläuche zählen zu den häufigsten Gründen für erhebliche Mängel. Ebenfalls betroffen sind Federn, Stoßdämpfer und Komponenten der Achsaufhängung, deren Verschleiß sich direkt auf das Fahrverhalten auswirken kann.
Auch Reifen und Ölverlust geraten ins Visier der Prüfer
Darüber hinaus werden bei der Hauptuntersuchung regelmäßig beschädigte oder stark abgefahrene Reifen sowie Ölverluste an Motor oder Antrieb festgestellt. Solche Defekte können sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Umwelt beeinträchtigen und führen deshalb häufig zu einer verweigerten Prüfplakette.
Ältere Fahrzeuge fallen deutlich häufiger durch
Mit zunehmendem Fahrzeugalter steigt die Wahrscheinlichkeit erheblicher Mängel deutlich an. Während jüngere Fahrzeuge in der Regel problemlos durch die Hauptuntersuchung kommen, nimmt der Reparaturbedarf bei älteren Autos spürbar zu. Verschleiß an sicherheitsrelevanten Bauteilen macht sich nach mehreren Jahren bemerkbar und erhöht das Risiko einer erfolglosen HU.
So steigern Autofahrer ihre Chancen auf den Erhalt der TÜV-Plakette
Fahrzeughalter sollten sich vor der Hauptuntersuchung einen Eindruck vom Zustand ihres Fahrzeugs verschaffen“, empfiehlt Frank Schneider, Referent für Fahrzeugtechnik beim TÜV-Verband. Bei einem professionellen Check-Up in einer Fachwerkstatt können
- sämtliche Leuchten auf ihre Funktion geprüft,
- Bremsen und Reifen kontrolliert,
- Flüssigkeitsverluste frühzeitig erkannt und behoben,
- sowie ungewöhnliche Geräusche am Fahrwerk untersucht werden.
Viele der typischen Mängel lassen sich bereits mit überschaubarem Aufwand beseitigen und ersparen eine kostenpflichtige Nachprüfung. Daher lohnt es sich, Wartungsintervalle regelmäßig einzuhalten.
Fazit
Die Hauptuntersuchung scheitert in den meisten Fällen nicht an spektakulären Defekten, sondern an klassischen Verschleißerscheinungen. Defekte Beleuchtung, Bremsprobleme und Schäden am Fahrwerk führen die Mängelstatistik seit Jahren an. Wer sein Fahrzeug regelmäßig warten lässt und kleinere Defekte rechtzeitig behebt, verbessert die Chancen erheblich, die TÜV-Plakette bereits beim ersten Termin zu erhalten.
Stand: 20.07.2026
Quellen
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