Der Spritpreis im Wahlkampf
Nach Berichten von tz.de sei der Spritpreis spätestens mit Bundesverkehrsminister Scheuer in den Wahlkampf gekommen. Seiner Meinung nach müsse die Politik bei mehr als zwei Euro für Sprit eingreifen. Die Online-Redaktion hat daher die Frage gestellt, wie der Spritpreis eigentlich entsteht.

Vom Benzinpreis machen laut tz.de, die sich auf den Mineralölwirtschaftsverband (MWV) berufen, mehr als die Hälfte Steuern aus. Beim Dieselpreis seien fast die Hälfte steuern. Bei Superbenzin seien es beim aktuellen Preisniveau 65,45 Cent Energiesteuer und rund 25 Cent Mehrwertsteuer. Bei Diesel zahlten Verkehrsteilnehmer 47,04 Cent Mineralölsteuer und ca. 22 Cent Mehrwertsteuer. Das restliche Geld sei für das Produkt, die Transportkosten, den Verkauf sowie der Gewinn von Tankstellen und Mineralölwirtschaft. Obendrauf ist dann seit Anfang des Jahres noch der CO2-Preis gekommen.
CO2-Preis
Die Emission einer Tonne CO2 kostet laut tz.de zurzeit 25 Euro. Laut MWN mache das bei Superbenzin rund 6,6 Cent pro Liter. Bei Diesel seien es knapp 7,9 Cent. Die Mehrwertsteuer ist darin schon inklusive. Demnach mache der CO2-Preis ungefähr 4 Prozent beim Benzin und 5 bis 6 Prozent beim Diesel aus.
Was sind die Möglichkeiten der Politik?
Tz.de zufolge sei völlig unklar, wie Scheuer die Preissteigerung stoppen möchte. Die Politik könne eventuell die Energiesteuer senken. Diese gehöre allerdings zu den wichtigsten Bundessteuern. Ein weiterer Hebel wäre eine höhere Pendlerpauschale.
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