das Wichtigste zuerst
• Rekord-Einnahmen: Dresden verbuchte 2025 rund 8,7 Millionen Euro Einnahmen durch Blitzer. Das ist eine Steigerung um eine Million Euro im Vergleich zum Vorjahr.
• Effiziente Technik: Während 24 stationäre Anlagen 3,7 Millionen Euro einspielten, generierten mobile und teilstationäre Geräte über 5 Millionen Euro.
• Lukrative „Super-Blitzer“: Die zwei gemieteten Trailer erfassten 47.000 Verstöße und brachten 2,1 Millionen Euro ein – bei Mietkosten von nur ca. 56.000 Euro pro Gerät.
• Einsatzschwerpunkte: Die mobilen Einheiten standen vorrangig an sensiblen Orten wie Schulen und Pflegeheimen, unter anderem 33 Tage lang in der Lipsiusstraße.
• Extremer Verstoß: Die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung des Jahres wurde im Tunnel am Wiener Platz mit 137 km/h (statt erlaubter 50 km/h) gemessen.
• Resistenz gegen Vandalismus: Insgesamt 16 Attacken letztes Jahr konnten die „Super-Blitzer“ nicht stoppen.
• Geplante Aufrüstung: Aufgrund des Erfolgs wird das Behördeninventar im Sommer um einen dritten „Super-Blitzer“ erweitert, um die Kontrollen flexibel auszuweiten.

© aletheia25 / shutterstock.com (Symbolbild)
CDU-Anfrage deckt auf: Rekordjahr für Dresdens Verkehrsüberwachung
Die Stadt Dresden verzeichnete im vergangenen Jahr Rekord-Einnahmen durch Geschwindigkeits- und Rotlichtkontrollen. Insgesamt flossen rund 8,7 Millionen Euro in die Stadtkasse – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 7,7 Millionen Euro. Dies geht aus einer Anfrage des CDU-Stadtrats Denny Schneider an die Verwaltung hervor.
Ausweitung der Kontrollen treibt Blitzer-Jahresbilanz
Die 24 fest installierten Blitzanlagen in Sachsens Landeshauptstadt Dresden erfassten 2025 knapp 77.000 Tempoverstöße sowie 1.600 Rotlichtsünder. Die Behörden verhängten dafür Bußgelder in Höhe von fast 3,7 Millionen Euro. Zusätzlich lieferten mobile und teilstationäre Geräte über 112.000 Blitzerfotos und brachten mehr als fünf Millionen Euro ein.
Dresden setzt seit letztem Jahr auf zwei semistationäre Trailer, die flexibel an Unfallschwerpunkten stehen können. Bereits 2024 waren die mobilen Kontrollen stark ausgeweitet worden, was die Zahl der erfassten Verstöße erhöhte.
Die Rolle der „Super-Blitzer“
Diese sogenannten „Super-Blitzer“ erwiesen sich als besonders lukrativ. Sie registrierten insgesamt 47.000 Verstöße und spielten 2,1 Millionen Euro ein. Bei jährlichen Mietkosten von rund 56.000 Euro pro Einheit übersteigen die Einnahmen die Ausgaben laut dem Ersten Bürgermeister Jan Donhauser (CDU) um ein Vielfaches.
Laut Angaben der Stadtverwaltung werden die mobilen Einheiten vorrangig in der Nähe von Schulen, Pflegeheimen oder auf Hauptverkehrsstraßen platziert. Ein häufiger Einsatzort war der Bereich um den Stresemannplatz im Stadtteil Striesen. Allein in der Lipsiusstraße standen die Geräte an 33 Tagen.
Die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung des Jahres registrierten die Behörden im Tunnel am Wiener Platz. Dort wurde ein Fahrzeug mit 137 km/h gemessen, was 87 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit lag.
16 Vandalismus-Attacken, Blitzer-Arsenal wird erweitert
Trotz 16 registrierter Fälle von Sachbeschädigung an den Blitzer-Anhängern – von kreativen Aufklebern bis hin zu großflächigen Farbbesprühungen – war deren Betrieb kaum beeinträchtigt. Die hinterlassenen Spuren konnten durch einfache Reinigungsarbeiten beseitigt werden.
Für das kommende Jahr plant das Rathaus eine Ausweitung der Kontrollen. Ab Sommer soll ein dritter Anhänger angemietet werden, um das Arsenal der „Super-Blitzer“ zu verstärken. Derweil veröffentlicht die Stadt besonders gravierende Verkehrsvergehen auf ihrer Facebook-Seite unter dem Titel „Verstoß des Monats“.
Quellen
Landeshauptstadt Dresden: Blitzer-Bilanz 2024 – Mobile Blitzer mit deutlich mehr Verstößen
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