das Wichtigste zuerst
- Preissenkung für E-Auto-Fahrer: Aktuell bietet Vattenfall an eigenen Schnellladestationen in Deutschland je nach Standort 0,44 oder 0,49 Euro pro kWh an, ohne Abo und ohne zusätzliche Grundgebühr.
- Verbrenner-Vergleich: Die Kosten für Benzin und Diesel sind derzeit vor allem infolge des Iran-Kriegs auf sehr hohem Niveau.
- Diametrale Entwicklung: Während Verbrennerfahrer zunehmend höhere Tankkosten tragen müssen, werden E-Auto-Nutzer an einzelnen Schnellladesäulen sogar entlastet.
- Einschränkung: Der günstige Tarif gilt nur an von Vattenfall selbst betriebenen Schnellladepunkten. Beim Roaming an Fremdsäulen können deutlich höhere Preise anfallen.

© alinailasi / shutterstock.com (Symbolbild)
Senkung der Ladepreise für E-Auto-Fahrer
Vattenfall hat die Preise für das Schnellladen von E-Autos an eigenen InCharge-Standorten in Deutschland gesenkt. Seit dem 23. März dieses Jahres kostet die Kilowattstunde dort je nach Standort 0,44 oder 0,49 Euro. Der Tarif gilt ohne Abo, ohne Startgebühr und ohne zusätzliche Grundgebühr, sofern der Ladevorgang direkt über Vattenfall abgewickelt wird.
Damit setzt der schwedische Energiekonzern ein Signal in einem Markt, in dem öffentliches Schnellladen in der Regel deutlich teurer ist. Während an vielen Stationen Preise um 60 Cent pro kWh oder mehr üblich sind, fällt Vattenfall mit dem neuen Tarif spürbar darunter. Davon profitieren insbesondere E-Auto-Fahrer, die Langstrecken bewältigen müssen.
Gerade vor Ostern wolle Vattenfall damit ein Zeichen setzen, sagt Annemarie de Jong, Geschäftsführerin E-Mobility bei Vattenfall: „Im Urlaub möchte niemand über Ladetarife nachdenken müssen. Mit festen Preisen und flexiblen Bezahlmöglichkeiten machen wir das Laden unterwegs so einfach und transparent wie möglich, damit die Osterreise im Elektroauto unbeschwert gelingt.“
Ungleichbehandlung der Verbraucher
Besonders brisant wird die Entwicklung im Vergleich zu den derzeit steigenden Spritkosten für Benziner und Diesel. Während Autofahrer mit Verbrenner an der Zapfsäule tiefer in die Tasche greifen müssen, werden E-Auto-Fahrer an einzelnen öffentlichen Schnellladesäulen gezielt entlastet. So entsteht der Eindruck einer ungleichen Kostenentwicklung zwischen beiden Antriebsarten. Wahr ist aber auch, dass die steigenden Benzin- und Dieselkosten aktuell vor allem die Folge der geopolitischen Lage sind. So führen die militärischen Auseinandersetzungen im Iran und die damit verbundene Blockade der Straße von Hormus zu massiv steigenden Ölpreisen.
Wie der Tarif funktioniert
Der günstigere Preis gilt nur an Schnellladesäulen ab 50 kWh, die Vattenfall selbst betreibt. Wer über Roaming an Ladepunkten anderer Anbieter lädt, zahlt nicht automatisch den reduzierten Vattenfall-Preis, sondern den jeweils vom fremden Betreiber oder Vertragspartner festgelegten Tarif. Entscheidend für die Ladepreise ist deshalb immer, ob es sich um einen Vattenfall-Standort handelt.
Freischalten lässt sich der Ladevorgang je nach Standort über die InCharge-App, mit der kostenlosen Ladekarte oder bei geeigneten Stationen auch per Ad-hoc-Zahlung, etwa mit Kreditkarte oder mobilen Bezahlmethoden. Maßgeblich ist der Preis, der direkt vor Beginn des Ladevorgangs in der App, auf der Website oder am Display der Station angezeigt wird. Gleichzeitig ist der Nutzen regional begrenzt. Das Netz von Vattenfall ist vor allem im Norden Deutschlands und in Berlin stärker vertreten. Das Angebot in Süddeutschland fällt deutlich dünner aus. Der Preisvorteil ist also real, aber nicht überall gleich gut nutzbar.
Stand: 07.04.2026
Quellen:
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