das Wichtigste zuerst
- Umweltbonus 2.0: Die schwarz-rote Bundesregierung hat ein neues Förderprogramm für E-Autos aufgelegt.
- Startdatum: Es gilt rückwirkend für alle Neuzulassungen seit dem 1. Januar 2026.
- Zielgruppe: Antragsberechtigt sind Haushalte bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 80.000 Euro, wobei sich diese Grenze pro Kind um 5.000 Euro nach oben verschiebt (maximal 90.000).
- Staffelung: Die höchste Unterstützung erhalten Haushalte mit geringem Einkommen. Bei einem Jahreseinkommen unter 45.000 Euro und zwei Kindern sind hier 6.000 Euro möglich.
- Fördervolumen: Reine E-Autos erhalten 3.000 Euro Basisprämie, während Plug-In-Hybride lediglich 1.500 Euro bekommen.
- Ablauf: Die Auszahlung kann voraussichtlich ab Mai 2026 über ein neues Online-Portal beantragt werden, sofern das Fahrzeug mindestens 36 Monate gehalten wird.

© Tomas Ragina / shutterstock.com (Symbolbild)
Kaufboni zwischen 1.500 und 6.000 Euro
Es hat eine ganze Weile gedauert, bis sich die schwarz-rote Regierung auf die neuen Förderrichtlinien für E-Autos geeinigt hat. Wer ein Elektrofahrzeug kaufen oder leasen möchte, profitiert nun bei einem Jahreseinkommen bis 80.000 Euro von staatlichem Geld.
Für Haushalte mit zwei Kindern liegt die Einkommensgrenze bei 90.000 Euro. Der Zuschuss beträgt zwischen 1.500 und 6.000 Euro und wird für alle Neuzulassungen seit dem 1. Januar gewährt, das heißt auch rückwirkend.
Eigentlich war die Präsentation der neuen E-Auto-Förderung für Ende vergangener Woche geplant. Da innerhalb der Regierung aber noch letzter Klärungsbedarf bestand, verlegte das Ministerium den Termin auf Anfang dieser Woche. Die kurzfristige Verschiebung wurde mit notwendigen finalen Absprachen begründet.
Geringere Einkommen erhalten höhere Zuschüsse
Laut Umweltminister Carsten Schneider (SPD) wirkt die neu aufgelegte Kaufprämie als bedeutender Motor für die heimische Wirtschaft. „Das ist ein starker Anschub für die Elektromobilität in Deutschland“, so Schneider. „Und es ist ein Anschub für unsere heimische Automobilwirtschaft, die starke Elektroautos im Angebot hat.“ Der Staat zahlt für reine E-Autos eine gestaffelte Basisförderung ab 3.000 Euro. Haushalte mit einem maximalen Einkommen von 60.000 Euro erhalten 4.000 Euro, Haushalte mit einem maximalen Einkommen von 45.000 Euro erhalten 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, maximal jedoch um 1.000 Euro.
Beantragung ab Mai möglich
Der Zuschuss gilt gleichermaßen für gekaufte und geleaste E-Autos. Eine Beantragung ist jedoch erst ab Mai möglich, wenn das zuständige Online-Portal seinen Betrieb aufnimmt. Finanziert werden soll das Milliardenpaket für die neue E-Auto-Förderung aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundes. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Regierung auf die wesentlichen Eckpunkte geeinigt. Insgesamt stellt der Bund drei Milliarden Euro aus diesem Sondertopf bereit, um den Umstieg auf Elektromobilität weiter voranzutreiben.
Plug-in-Hybride: weniger Förderung und mehr Auflagen
Deutlich weniger Finanzhilfe erhalten Käufer von Plug-in-Hybriden mit kombiniertem Strom- und Treibstoffantrieb. Die Basisförderung für diese Autos sowie für Fahrzeuge mit Range Extender beträgt lediglich 1.500 Euro. Dabei handelt es sich um Verbrennungsmotoren zur Steigerung der elektrischen Reichweite. Die Inanspruchnahme der Prämie ist für diese Fahrzeugtypen zudem an strikte ökologische Vorgaben geknüpft. Zulässig sind Modelle mit einem CO₂-Ausstoß von maximal 60 Gramm pro Kilometer oder einer elektrischen Mindestreichweite von 80 Kilometern. Ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung überprüft und stärker am CO₂-Ausstoß im realen Fahrbetrieb ausgerichtet werden.
Darum scheiterte der Umweltbonus der Ampelregierung
Die frühere staatliche Kaufunterstützung für Elektroautos wurde Ende 2023 mit einem abrupten Förderstopp beendet. Zuvor hatte das Bundesverfassungsgericht die Finanzierung des Klima- und Transformationsfonds gekippt, nachdem die CDU erfolgreich gegen die Umwidmung der Gelder geklagt hatte. Da durch das Urteil 60 Milliarden Euro im Haushalt fehlten, musste die Ampel die Prämie streichen. In der Folge brach der Absatz von E-Autos auf dem deutschen Markt spürbar ein.
Quellen
Tagesschau: E-Auto-Förderung/Prämie
Spiegel Online: Bund fördert Kauf von Elektroautos mit bis zu 6000 Euro
BMUV – FAQ zur E-Auto-Förderung
ADAC – Förderung kommt 2026 zurück
ADAC – Prämie über BAFA, Antrag nach Zulassung
Cleanthinking – sozial gestaffelte Förderung, Rückwirkung
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